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Bericht RoboCup IranOpen 2016

Nun da alle Roboter und Roboterbauer wieder sicher im Labor angekommen sind, ist es ein guter Zeitpunkt die diesjährigen IranOpen kurz Revue passieren zu lassen.

Die Vorbereitungstage liefen relativ routiniert ab. Ursprünglich hatten wir geplant unser neues Robotermodell zu testen, aber auf Grund von noch nicht gelieferten Bauteilen musste unser neuer Teamzuwachs in Berlin bleiben. Da Ada, John und Co bereits abgeklärte Fußballspieler sind, traten keine größeren Probleme bei den Vorbereitungen auf. Insgesamt traten 6 Teams an, aufgeteilt in 2 Gruppen. Die iranischen Teams Parand, AEHuman und MRL bildeten die erste Gruppe, die Bold Hearts aus England, die Hamburger BitBots und wir die zweite.

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Im ersten Spiel gegen die Bold Hearts zeigten sich unsere Roboter von ihrer besten Seite und bestritten eines unserer erfolgreichsten Spiele der Teamgeschichte. 5:0 zeigte die Anzeigetafel nach 20 Minuten Spielzeit. Emmy und Ada hatten drei solide Tore erspielt und auch John, eigentlich unser Torwart aber in der zweiten Spielhälfte offensiv eingesetzt, konnte zwei Treffer landen. Der Auftakt in der Gruppenphase schien gelungen.

Das folgende Match gegen die BitBots verlief leider nicht so gut. Dank WLAN-Problemen erhielt kein einziger Roboter auf dem Spielfeld ein Signal und effektiv kam 13 Minuten lang kein Spiel zustande. Wir können zwar auch einzelne Roboter unabhängig von Kommandos der Game Controller-Software spielen lassen, aber Emmy schaffte es nicht alleine 4 BitBots auszudribbeln. In der verbleibenden Zeit kamen wir zwar mehrmals bis fast an die Torlinie der Hamburger, der Ball wollte aber einfach nicht ins Tor rollen. Es blieb bei einem 0:0. Da die Partie BitBots vs Bold Hearts ebenfalls torlos endete, zogen wir als Gruppenerster in das Halbfinale ein.

Basierend auf den Ergebnissen der Gruppenphase und der Zwischenrunden standen uns erneut die Bold Hearts gegenüber. Auch wenn nur zwei ihrer Teammitglieder angereist waren, so ist das Team dafür bekannt die Leistung der Roboter quasi über Nacht durch kreative Hacks im Code stark steigern zu können. So auch dieses Mal. Die Darwin-Roboter der Briten spielten besser als in der Vorrunde. Im Gegensatz dazu hatten unsere Spieler leider sehr viel Pech. Ein vorher nicht aufgetretener Softwarebug ließ bei allen Spielern die Software abstürzen sobald sie ihre Aufsteh-Motion beendet hatten. Ein Roboter der hinfiel, musste also aus dem Spiel genommen werden und erhielt eine Zeitstrafe. Ada hatte zusätzlich einen Getriebeschaden im Arm erlitten welcher zusammen mit einem kaputten Kabel zu einer Überlastung des Stromkreislaufes führte. Bei bestimmten Bewegungen brannte ihr einfach die Sicherung durch und obwohl diese in nur 14 Sekunden gewechselt werden konnte, war Ada so nicht spielfähig. John weigerte sich hartnäckig ein vernünftiges Modell der Torpositionen aufzubauen und trug somit nur begrenzt zum Spiel bei. Am Ende der Verlängerung lag der Ball zwar sieben Mal im britschen Strafraum, aber es blieb beim 0:0.
Im Elfmeterschießen schlugen uns die Bold Hearts dann verdient 2:1. Das Spiel war trotz allem sehr spannend und wie von den Bold Hearts gewohnt sehr fair. Jetzt blieb uns nur noch das kleine Finale um die Teamehre zu retten.

Der Abend wurde genutzt um den Robotern besonders viel Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Vor allem Ada und Emmy wurden intensiv gewartet und gepflegt. Am letzten Tag der Veranstaltung spielten wir wieder gegen die BitBots die dieses Mal wieder mit vier Robotern antraten, inklusive ihrem neuen Modell HULK. Unsere Spieler hatten die Zuwendung anscheinend wohlwollend angenommen und zeigten wieder was sie eigentlich leisten können. Vor allem Ada und Emmy spielten stark und konnten den Ball mehrmals durch die enge Verteidigung der Hamburger dribbeln. Mit einem Ergebnis von 2:0 war uns der dritte Platz dann sicher.

 

Zusätzlich zu den Spielen konnten die Teams sich in einer technical challenge messen. In der Vergangenheit waren dies Aufgaben wie ein korrekter Einwurf oder Springen des Roboters. Da es im Iran eine eigene Liga für Minenräumroboter gibt, konnten wir austesten wie gut unsere Spieler auf unebenem Untergrund laufen. Der Testbereich war mit grobem Schotter und Sand sowie allerlei Hindernissen wie Stacheldraht, Äste, Felsen oder Minen ausgefüllt. Während Emmy auf Sand durchaus stabil lief, so stellte sie der Schotter vor etwas größere Probleme da ihre kleinen Füße zwischen den Steinen einsinken konnten. Sie lief zwar über das Schotterfeld, jedoch nicht sehr schnell.

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Insgesamt kann das Team zufrieden sein. Die neuen Teammitglieder Tanja und Arne haben erste Turniererfahrung gesammelt und auch Ju, ausgeliehen von den BitBots, konnte sich gut in das Team integrieren. In der Liga fielen neun Tore in der regulären Spielzeit, sieben davon erzielten wir. Ebenso wurde die Technical Challenge gemeistert. Unser Fokus kann jetzt also auf dem neuen Robotermodell und den Vorbereitungen für den RoboCup in Leipzig liegen.

Abgesehen vom Wettbewerb haben wir die Gastfreundschaft der Iraner sehr genossen und konnten einen interessanten Eindruck der Kultur erhalten. Insgesamt eine spannende Reise!

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